Nachfolgeregelung in Familienunternehmen Bern

Beratung und Begleitung von Nachfolgeplanung

Ich unterstütze Sie im Übergeben und im Übernehmen des Lebenswerkes. Ganz gleich, ob Sie vor einem familieninternen Generationenwechsel stehen oder im Zuge eines Geschäftsführungswechsels eine stimmige Nachfolgeplanung - samt Umsetzung - in Angriff nehmen möchten.

Nachfolgeregelung als spezielle Herausforderung

Eine Nachfolgeregelung ist ein hochkomplexer Prozess. Die Herausforderungen sind betrieblicher, juristischer sowie finanzieller, persönlicher und emotionaler Natur. Der persönliche Ablösungs- bzw. Übernahmeprozess braucht ebenso seine Zeit wie die firmentechnischen Belange. 

Familienbetriebe stehen oft für ein Lebenswerk, mit dem sich alle Familienmitglieder identifizieren – die einen mehr und die anderen weniger. Es gilt zu klären, ob ein Familienmitglied die Nachfolge antreten kann und will oder ob ein Verkauf an Dritte ins Auge gefasst wird.

Wie kommen wir in der Familie zu einem klaren Entscheid?

Unentschiedenheit oder Zwiespältigkeit sind normal und kommen in den besten Familien vor. Gleichzeitig verschieben viele Unternehmer:innen den Entscheid darüber, wie ihr Lebenswerk weitergeführt werden soll. Einerseits weil Entscheidungen über die Nachfolge nur halbherzig getroffen werden. Anderseits weil unausgesprochene Erwartungen oder Kränkungen die sorgfältig erarbeiteten Nachfolgelösungen durch Treuhänder und Steuerexpertinnen hintertreiben. 


geben können - nehmen können - danken können

Ursula Pia Jauch



Wird die Entscheidung über die Nachfolge jedoch länger nicht getroffen kann dieser – oft als kräftezehrend erlebte – Schwebezustand die Handlungsfähigkeit des Unternehmens und der Mitarbeitenden sowie der Familienmitglieder lähmen.

Sorgfältige Selbstklärung in der Nachfolge

Manchmal spielt der fehlende Mut der Junior:innen ganz zu übernehmen mit der noch fehlenden Bereitschaft der Senior:innen voll abzugeben unbewusst zusammen. 

Beide Seiten müssen sich darum auch mit ihren Ängsten, Unsicherheiten und Erwartungen auseinandersetzen:

  • Bin ich tatsächlich bereit, die Verantwortung abzugeben?
  • Was mache ich nach der Geschäftsübergabe?
  • Werde ich Nachfolgerin aus Freude an der Aufgabe und aus eigener Motivation?
  • Trauen wir uns selber und den anderen zu, den Weg, der alles andere als konfliktfrei sein wird, gemeinsam in gegenseitigem Vertrauen zu gehen?

Konkrete Planung der Nachfolge

Planung ist das A und O für eine gelingende Unternehmensübergabe, da die Vorbereitung des Unternehmens und der Unternehmerfamilie mehrere Jahre braucht:

  • Bei der Führungsnachfolge geht es darum herauszufinden, wer kann, will, darf und vor allem, wer die beste Person zur Führung des Unternehmens ist.
  • Bei der Eigentumsnachfolge hingegen muss man klären, wer in Zukunft wieviel der Anteile am Unternehmen halten soll oder will.  

Führungsnachfolge in Familienunternehmen

Ergebnisoffen und personenunabhängig planen

Hinterfragen Sie kritisch das bestehende Führungsmodell, familiäre Muster und Rollenbilder. Entwickeln Sie zuerst ein von Personen und Positionen unabhängig funktionierendes, dem Unternehmen dienendes, Führungsmodell und erst dann fördern Sie geeignete Nachfolger:innen. 

Zeitliche und inhaltliche Abfolge der Geschäftsübergabe

Konkreter Nachfolgeplan erstellen

Die zeitliche und inhaltliche Übergabe muss sorgfältig aufgegleist werden. Ein detaillierter Plan ist für beide Seiten hilfreich und bietet für die Mitarbeitenden Orientierung. Er gibt einerseits Sicherheit, verschafft andererseits einen klaren Überblick und setzt zugleich einen Zeitrahmen für die emotionale Auseinandersetzung mit dem Prozess.  

  • Gibt es eine schrittweise Einführung?
  • Wer tritt wann in den Verwaltungsrat ein?
  • Zu welchem Zeitpunkt erfolgt die endgültige Übergabe?

Aufgaben- und Kompetenzenverteilungen klären

Mit einem neuen Chef, einer neuen Chefin sind Veränderungen im Betrieb unabdingbar. Das wirkt sich auch auf die Mitarbeitenden, Vertragspartnerinnen und Kunden aus. Nur wenn sich die abtretende Seniorchefin bzw. der abtretende Seniorchef hinter die Nachfolge stellt, kann der Übergabeprozess gelingen. Trotzdem klappt dieser nicht immer in der ersten Runde, etwa wenn Aufgaben- und Kompetenzenverteilungen unklar geblieben sind. 

Wagen Sie es, offene Fragen anzusprechen und zu klären – dem Betrieb und der Familie zuliebe.